NEWSThemen dieser Ausgabe:
Der auch unter Linuxern beliebte Browser Opera steht ab sofort kostenfrei zum Download[1] zur Verfügung. Bisherige Versionen waren entweder kostenpflichtig oder mit Werbebanner-Einblendungen versehen. Diese Einschränkungen entfallen nun.
Opera erhofft sich dadurch eine deutlich höhere Verbreitung des Browsers. Und diese Hoffnung scheint sich zu erfüllen: Bereits zwei Tage nach Freigabe des Browsers konnte Opera über eine Million Downloads vermelden.
Der bekannte Linux-Programmierer John R. Hall ist am 17. September 2005 einer Krebserkrankung erlegen. Er wurde nur 24 Jahre alt. Einen Namen in der Linux-Community machte sich Hall unter anderem als Autor des Buches "Programming Linux Games". Auf seiner Website, die er bis kurz vor seinen Tod noch regelmässig pflegte, schildert er seinen Kampf gegen den Hautkrebs, auch um andere vor den Gefahren der tückischen Krankheit zu warnen.
Der bereits vor über zwei Jahren angekündigte Linux-Roboter "Wakamaru"[1] (wir berichteten[2]) hat nun den Weg in den Handel gefunden. Der gut einen Meter grosse und knapp 30 Kilogramm schwere Roboter erkennt dank spezieller Software Gesichter. Bis zu zehn Personen kann er so identifizieren. Mittels integriertem Spracherkennungsmodul erkennt er zudem bis zu 1000 Worte.
Wakamaru soll mit seinem Besitzer direkt interagieren. In Notsituationen kann er selbständig das Krankenhaus oder eine Sicherheitsfirma per E-Mail oder über ein eingebautes Mobiltelefon alarmieren. Dank integrierten Kameras lässt sich Wakamaru auch zur Überwachung der Wohnung einspannen. Geht dem Roboter die Energie aus, steuert er auf seinen Rädern die Ladestation an. Soviel Leistung hat ihren Preis: Rund 11.000 Euro muss ein Kunde für seinen persönlichen Linux-Roboter investieren. Hinzu kommen noch monatliche Service-Gebühren von rund 74 Euro.
Red Hat[1] bleibt auf der Erfolgsspur: Auch im abgelaufenen Quartal konnte das Unternehmen steigende Umsätze und höhere Gewinne verbuchen[2]. Der Quartalsumsatz betrug 65,7 Millionen US-Dollar. Damit hat Red Hat seine Einnahmen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 42 Prozent, gegenüber dem vorangegangenen Quartal um acht Prozent gesteigert. Auch der Gewinn fiel höher aus: Er lag mit 16,7 Millionen US-Dollar ebenfalls um 42 Prozent über dem des Vorjahresabschnitts.
Wachstumsfaktor Nummer eins bleibt Red Hats Abonnement-Modell: Die Einnahmen aus Abos für Enterprise-Linux-Distributionen betrugen im abgelaufenen Quartal 54,3 Millionen US-Dollar. Damit erzielt die Firma mit diesem Geschäftsbereich fünf Sechstel seines Konzernumsatzes. Die Börse honorierte das Ergebnis mit einem zwischenzeitlichen Kurssprung von über 25 Prozent nach Bekanntgabe der Zahlen.
Ab sofort ist Googles beliebte Toolbar für den Firefox-Browser erhältlich und damit auch unter Linux verfügbar. Bis auf den in Firefox schon integrierten Popup-Blocker und die Funktion "Suchen ohne URL" sind alle bekannten Features enthalten, etwa die direkte Google-Suchfunktion oder die Angabe des Page-Rankings einer Seite. Als praktisch kann sich im täglichen Gebrauch die integrierte Rechtschreibprüfung erweisen, etwa beim Ausfüllen von Webformularen. Die Übersetzungshilfe ist ebenfalls nützlich. Die Firefox-Toolbar lässt sich im Layout frei anpassen. Sie steht ab sofort für Windows, Mac OS X und Linux zum Download[1] bereit.
Erste Alpha-Version von Suse Linux 10.1: Das Projektteam von OpenSuse hat eine erste Alpha-Version von Suse Linux 10.1 (Codename "Auckland") zum Download[1] freigegeben. Die Entwickler freuen sich auf Mithilfe beim Aufspüren von Bugs. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um eine erste Testversion handelt, die nicht für den Einsatz in Produktivsystemen geeignet ist.
Neue Versionen von Firefox und Thunderbird: Der Open-Source-Webbrowser Firefox steht ab sofort in der neuen Version 1.0.7 zum Download[2] zur Verfügung. Firefox 1.0.7 behebt Sicherheitslücken der Vorversion, ein Update ist daher ratsam. Gleiches gilt für den Mail-Client Thunderbird, der ebenfalls in der neuen Version 1.0.7 zum Herunterladen[3] bereits steht.
KDE 3.5 Beta 1: Die Entwickler des KDE-Projekts haben eine erste Beta-Version[4] (Codename "Kanzler") der freien Desktop-Umgebung zum Download[5] freigegeben. Die Entwickler weisen darauf hin, dass Qt 3.3.5 in der Beta-Version noch nicht unterstützt wird.
Das Gegenstück zum Administrator unter Windows ist bei Linux-Systemen der Benutzer root. Nur er darf Hardware einrichten, systemweite Einstellungen ändern und neue Software für alle Benutzer einspielen. Im Schwerpunkt der nächsten Ausgabe werden wir administrativ und führen Sie unter anderem in die Feinheiten der Paketverwaltung ein. Sie erfahren dabei nicht nur, wie Sie die RPM-basierten Distributionen Mandrake und Suse Linux um neue Anwendungen erweitern, sondern auch, mit welchen Werkzeugen die beliebten Debian-Derivate Knoppix und Ubuntu Ihnen beim Installieren neuer Programme unter die Arme greifen.
Distributionstest: Linspire 5 auf dem Prüfstand Linspire, das früher unter dem Namen Lindows bekannt war, behauptet von sich, das super einfache Desktop-Linux zu sein. Vor allem im Multimedia-Bereich bringt die Distribution viele Codecs mit, die anderen Mitbewerbern fehlen. EasyLinux testet für Sie die neu erschienene deutsche Ausgabe der Debian-basierten Distribution und zeigt ihre Stärken und Schwächen auf.
EasyLinux-Leser, die bereits etwas länger dabei sind, haben schon etliche Kommandozeilenbefehle kennengelernt und wissen, dass vieles auf der Shell schneller und manchmal auch leichter geht als mit grafischen Programmen. Zeit, einmal einen Schritt zurückzugehen und auch die neu hinzugekommenen Leser zu begrüßen: In der nächsten Folge des Guru-Trainings fangen wir noch einmal bei null an und zeigen die Grundlagen des Arbeitens auf der Kommandozeile.
EasyLinux 11/2005 erscheint am 5. Oktober 2005
Die Geschichtsschreibung und auch Hollywood behaupten, die Titanic sei wegen eines Eisberges so spektakulär untergegangen. Dabei müssten es zumindest die Filmproduktionsfirma und der Regisseur James Cameron besser wissen: Linux hat Schuld. Die Special Effects nämlich sind das Ergebnis der Arbeit einer Rendering-Software, die auf einem Linux-Alpha-Cluster lief. Da sage noch einer, freie Betriebssysteme seien nicht für grafikintensive Anwendungen geeignet.
Freunde abgedrehter 3D-Grafik erleiden mit dem Titelthemas des nächsten Linux-Magazins garantiert keinen Schiffbruch: Sie treffen dort auf Renderman, die Software mit auch der die Bilder von "Toy Story" laufen lernten. Außerdem mit im Boot: Eine Übersicht der besten freien Programme für 3D-Animationen, Linux-basierte Tools und Workflow professioneller Animationsstudios, Shader-Programmierung mit der OpenGL Shading Language und die 3D-Game-Engine Ogre.
Im Wald von zigtausend belanglosen Logfile-Einträgen die wertvollen Hölzer erkennen und einsammeln - das ist die schwere Pflicht des Firewall-Admin. Dazu braucht er passende Werkzeuge, die ihm einen Überblick geben und zudem die Details beschreiben. Ein Artikel vergleicht zehn freie und kommerzielle Tools für diese Aufgabe. Außerdem: Ulogd (dieser Logging-Daemon schaut IPtables MySQL-gestützt auf die Finger) und ein Squid-Loganalyzer, der User-bezogene Statistiken erzeugt.
Kaum zu glauben: Ein Kernelmodul kann sich auch im Userspace wohl fühlen und dort brav seinen Dienst tun. Mit etwas Programmieraufwand und Know-how gelingt das Kunststück, dem Modul eine Kernel-Umgebung vorzugaukeln. Sehr sinnvoll ist das zusammen mit dem faxfähigen Linux-Capi-Treiber der Fritz-Karten. Mit dieser Technik ummantelt, beglückt nämlich AVMs Closed-Source-Modul auch artfremde ISDN-Karten mit einer Fax-Funktion.
Das Linux Magazin 11/2005 erscheint am 6. Oktober 2005
http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=17737
http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=17781